Quelle: Westfälische Nachrichten (Detlef Dowidat) | Sonntag, 3. Juli 2011

Lengerich – Sie haben im Unterricht und außerhalb stets ein gutes Sozialverhalten gezeigt. Sie haben nicht weggeschaut und sich eingemischt. Sie haben im Umgang mit Problemen vieles selber gelöst. Merkmale, die Ulrich Netkowski dem Abiturjahrgang 2011 zuschreibt. Der Schulleiter geht noch weiter: Kein Zoff, keine Zicken, ein angenehmes Arbeitsklima. Aber auch das erwähnt Netkowski: Der Jahrgang war etwas passiv und hat sich nicht überschlagen. Aber sie trauen sich was, sind initiativ, beispielsweise bei der Betreuung im Nachmittagsunterricht oder der Leitung von Arbeitsgemeinschaften am Sonntagnachmittag.
46 junge Frauen und 37 junge Männer sind am Freitag feierlich aus dem Schulleben des Hannah-Arendt-Gymnasiums entlassen worden und haben das Zeugnis der Reife erhalten. Bei der Feier in der Gempthalle herrschte ausgelassene Stimmung. „Es war eine schöne Zeit, wir haben gerne mit Euch gelernt, gelitten und gestritten“, schilderten die beiden Jahrgangsstufenleiter Gaby Alfers und Thomas Bongard.
„Ist es erstmals gelungen, das vollständige Wissen hier in der Provinz Lengerich zu vermitteln? Haben wir alle nur Wunderkinder?“ Fragende Blicke warf Elternsprecher Jürgen Kämper ins Publikum. Beim Studieren der Abi-Zeitung „AbiLeaks“ sei er über den Titel gestolpert: Jetzt wissen wir alles. Aber beim Lesen des Vorworts sei ihm die Erleuchtung gekommen: „Das Heft ist anspruchsvoll, nicht fehlerfrei. 423 Zeichensetzungsfehler, 197 orthografische Fehler und 186 grammatikalische Klopper sind mir aufgefallen“. Humorvoll vermittelte Kämper weitere Inhalte des Buches. Beispielsweise die Berufswünsche: Linda will Lebenskünstlerin werden, Patrick Schauspieler, einer hat Bundeskanzler angegeben und ein anderer Präsident von Borussia Mönchengladbach.