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Berichte, meist aus den Westfälischen Nachrichten

Ab aufs Gymnasium

Wie soll ich das nur schaffen?
Lengerich – Das Gymnasium liegt in der Elterngunst hoch im Kurs. Darauf deuten die Anmeldezahlen hin, die am Dienstagabend im Fachausschuss präsentiert worden sind. 101 Mädchen und Jungen sollen im nächsten Schuljahr das Hannah-Arendt-Gymnasium besuchen. Das sind 18 Anmeldungen mehr als vor Jahresfrist.
Umgekehrt die Entwicklung an der Gutenberg-Schule. 27 Anmeldungen liegen dort vor. „Hauptschulen sind landesweit das Sorgenkind“, stellt Reinhard Wiethölter dazu fest. Erfahrungsgemäß, so der Fachdienstleiter Schule im Fachausschuss, würde es noch Nachmeldungen geben. „Wir hoffen auf eine Zweizügigkeit.“

Schulmittel drastisch gekürzt

Lengerich – Dass Ulrich Netkowski nicht nur seinem Herzen, sondern auch denen seiner Kollegen Luft verschafft hat, gibt er zu. Den Direktor des Hannah-Arendt-Gymnasium haben die Kürzungen im Haushaltsplan-Entwurf 2010 in Harnisch gebracht. Um 50 Prozent hat die Verwaltung die Mittel für Investitionen an den Schulen gekürzt. Nicht aus Willkür, sondern der Not gehorchend.

Mit der Geschichte Nambias konfrontiert

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Schüler den lebendigen Vortrag von Silke Jüterbock und Kathrin Groppe. (Foto: privat)Lengerich – Sie engagieren sich seit langem für das „Engeltjies“-Projekt in Namibia: Schüler, Lehrer und Eltern des HAG. Schülersprecherin Kathrin Groppe und Freundin Silke Jüterbock waren im Dezember zwei Wochen in Namibia unterwegs, um sich vor Ort über das Kindergarten-Projekt zu informieren. Sie übergaben Projektbegründerin Lore Bohm eine Geldspende. Gleichzeitig unterstützten sie die ehemalige Lehrerin am HAG für einige Tage tatkräftig bei ihrer Arbeit mit den namibischen Kindern.
Da am HAG das Interesse und die Unterstützung für dieses Projekt groß ist, erhielten die beiden Schülerinnen vergangene Woche in der Studiobühne die Möglichkeit, den Jahrgängen 5 und 6 des HAG mit einem Power-Point-Vortrag, die Eindrücke und Erfahrungen ihrer Afrikareise weiterzugeben. Langeweile kam in diesen jeweils 90 Minuten nicht auf. Im Gegenteil.

Die Rakete aus der Filmdose

Kinder experimentieren gern. Das wird am Lengericher HAG deutlich, wenn dort das offene Programm “Schule am Nachmittag„ angeboten wird.Lengerich – Fester Bestandteil im offenen Programm „Schule am Nachmittag“ des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) und immer intensiver nachgefragt sind die naturwissenschaftlichen Experimentierkurse mit externen Fachkräften.
Begeistert sind die Schülerinnen und Schüler, wenn ihre Experimente gelingen. Stoffe, die üblicherweise im Haushalt Verwendung finden, werden dabei auf ihre Reaktion untersucht. Kinder seien sehr daran interessiert, so die Leiterin, Dr. Elisabeth Hild, naturwissenschaftliche Phänomene zu beobachten und deren Hintergründe zu erfahren. So kann eine aus einer Filmdose gefertigte Rakete dann in Gang gesetzt werden, wenn Essig und Natron gemischt, das entstehende Gas „eingefangen“ wird und der Druck so hoch ist, dass die Rakete fliegt.

Tag der offenen Tür: Schauen und versuchen

Die Patenschüler sammeln mittels bunter Plakate die von ihnen zu betreuenden Viertklässler in der Pausenhalle des HAGs.Lengerich – Wie geht es am Hannah-Arendt-Gymnasium zu? Das wollten viele Schüler der vierten Klassen erfahren, die am Freitag gemeinsam mit ihren Eltern der Einladung des Hannah-Arendt-Gymnasiums zum Tag der offenen Tür gefolgt waren. Mit einem schwungvollen vorgetragenen musikalischen Willkommensgruß wurden die Gäste von der Bläserklasse der Jahrgangsstufe 6 in der Studiobühne empfangen. Dass es großen Spaß macht dort mitzuspielen, erfuhren die Gäste im Interview zweier Schülerinnen, bevor die Erprobungsstufenleiterin Angelika Heitmann in einem lebendigen Austausch mit den anwesenden Kindern über das pädagogische Konzept der Erprobungsstufe beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium informierte.

Brandstiftung: Zwei 16-Jährige unter Verdacht

Lengerich – Sind die Brandstifter, die im Hannah-Arendt-Gymnasium Feuer gelegt haben, ermittelt? Die Polizei hat gestern mitgeteilt, dass zwei 16-Jährige in Verdacht stehen, in dem Gebäude als Brandstifter aktiv geworden zu sein. In der Nacht zum Dienstag sowie in der Nacht auf Samstag haben unbekannte Eindringlinge versucht, Feuer zu legen.
Ob die unter Verdacht stehenden Jugendlichen für beide Schadensereignisse als Täter in Frage kommen, „wird von den Kollegen zurzeit noch ermittelt“, sagt Udo Potthoff. Der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde räumt auf Nachfrage ein, dass beide Heranwachsenden Kontakt zum Gymnasium haben beziehungsweise gehabt haben.

Erneut Brandstiftung

Lengerich – Erneut hat es im Hannah-Arendt-Gymnasium gebrannt. In der Nacht zu Samstag, um 2:31 Uhr, ist die Lengericher Feuerwehr alarmiert worden. „Nach einer Stunde“, so Einsatzleiter Thorsten Budzinski auf Anfrage der WN, „war der Einsatz beendet.“ Bereits von Montag auf Dienstag war in der Schule ein Feuer gelegt worden, das aber zum Glück von selbst erlosch.
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