„Ein Sommernachtstraum“ – Die Irrungen der Liebe

Die Liebe zwischen König Theseus und Königin Hippolyta bestimmt den Handlungsrahmen beim „Sommernachtstraum“, den der Literaturkurs 12 des Hannah-Arendt-Gymnasiums im „Brahms 1“ aufführt. (Foto: Jendrik Peters)Lengerich – Ein Theater von William Shakespeare zu inszenieren ist bei Leibe keine einfache Sache. Im Gegenteil: Viel Text, schnelle Floskeln und tiefsinnige Verse zeichnen ein Stück vom Meister des Theaters aus.
Am vergangenen Samstag feierte der Literaturkurs 12 des Hannah-Arendt-Gymnasiums die Premiere seines Stückes „Ein Sommernachtstraum“, ein Werk von William Shakespeare.
Unter der Leitung von Thomas Bongard und Detlev Schmidt bewiesen die Schülerinnen und Schüler, dass es durchaus möglich ist, so ein Theater auf die Bühne zu bringen und durften am Ende des Abends auf eine gelungene Premiere zurückblicken, die restlos ausverkauft war. „Es hat bis auf wenige Ausnahmen alles geklappt“, freut sich Hanna Kaminski, die eine Elfe spielt.
Die Rahmenhandlung wird davon bestimmt, dass König Theseus, Herzog von Athen, und Königin Hippolyta, Königin der Amazonen, heiraten wollen. Unter dieser Handlung ergeben sich weitere komödiantische Geschichten, wie zum Beispiel die Verwirrungen um die Liebe von Lysander und Demetrius zu Hermia. Ein Trunk aus dem Elfenland sorgt dafür, dass jeder jemand anderen liebt und ihn anschmachtet. Dadurch ergeben sich lustig ironische Szenen, die von den Schülern glaubhaft dargestellt werden.
Immer auf dem neusten Stand und äußerst neugierig ist der Hofnarr „Puck“. Ständig huscht er zwischen den Zuschauern hin und her und sorgt für die eine oder andere Wendung im Stück. „Im Prinzip geht es um die Irrungen und Wirrungen der Liebe“, erläutert Thomas Bongard, Lehrer des Kurses. „Es gibt zwei Welten, die der Liebenden und die der Elfen. Beide stehen mit der Liebe im Konflikt“, so Bongard weiter. Diesen Konflikt versuchen die Beteiligten auf lustige Art und Weise zu lösen.
In den vergangenen Wochen wurde mit „Ein Sommernachtstraum“ ein Theaterstück geprobt, welches fast ausschließlich auf Originaltexten von Shakespeare beruht. „Wir haben sehr nah am Text gearbeitet, wenig gekürzt und noch weniger Wörter geändert“, schildert Thomas Bongard die Herangehensweise. Tatkräftig unterstützt wurden die Darsteller dabei von Detlev Schmidt.
Für die musikalische Unterstützung sorgte ein gut aufeinander abgestimmtes Ensemble unter der Leitung von Uwe Seyfert. Am Ende ist jeder zufrieden und man kann mit Zuversicht auf die kommenden Vorstellungen blicken. » Wer auf den Geschmack gekommen ist und ebenfalls einmal den Sommernachtstraum träumen will, der hat dazu in den kommenden Wochen die Möglichkeit: Am 25., 26., 27. und 30. Mai, finden jeweils um 19 Uhr im „Brahms 1“ weitere Vorstellungen statt.

Quelle: Westfälische Nachrichten (Jendrik Peters) | Montag, 17. Mai 2010