Die Rakete aus der Filmdose

Kinder experimentieren gern. Das wird am Lengericher HAG deutlich, wenn dort das offene Programm “Schule am Nachmittag„ angeboten wird.Lengerich – Fester Bestandteil im offenen Programm „Schule am Nachmittag“ des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) und immer intensiver nachgefragt sind die naturwissenschaftlichen Experimentierkurse mit externen Fachkräften.
Begeistert sind die Schülerinnen und Schüler, wenn ihre Experimente gelingen. Stoffe, die üblicherweise im Haushalt Verwendung finden, werden dabei auf ihre Reaktion untersucht. Kinder seien sehr daran interessiert, so die Leiterin, Dr. Elisabeth Hild, naturwissenschaftliche Phänomene zu beobachten und deren Hintergründe zu erfahren. So kann eine aus einer Filmdose gefertigte Rakete dann in Gang gesetzt werden, wenn Essig und Natron gemischt, das entstehende Gas „eingefangen“ wird und der Druck so hoch ist, dass die Rakete fliegt.
Die Inhalte dieser bewusst interdisziplinär ausgelegten Arbeitsgemeinschaften (AG) wecken Interesse und eröffnen naturwissenschaftlich interessierten Kindern die Möglichkeit, weitgehend selbstständig und auch gefahrlos zu experimentieren.
Was sie dabei besonders freut: Die Chemikalien sind nicht teuer und man kann die Experimente zu Hause nachmachen. Aber es geht nicht nur um den Knalleffekt, wenn er auch besonders die jungen Schüler fasziniert. Auf spielerische Weise werden sie mit naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten vertraut gemacht und erwerben darüber hinaus die erforderlichen methodischen Kenntnisse, um ein Experiment zu planen und den Ablauf zu kontrollieren. In diesem Zusammenhang bietet sich auch ein breites Betätigungsfeld für Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Drehtürmodells ein naturwissenschaftliches Thema bearbeiten wollen.
Individuelle fachliche Betreuung und Begleitung beim selbstständigen Arbeiten und Forschen sind die entscheidenden Aspekte des pädagogischen Gesamtkonzeptes der Erprobungsstufe am HAG, heißt es abschließend in dem Bericht der Schule.

Quelle: Westfälische Nachrichten | Donnerstag, 11. März 2010