So, 17.01.2010 – 16:54 – wam
Lengerich – Erneut hat es im Hannah-Arendt-Gymnasium gebrannt. In der Nacht zu Samstag, um 2:31 Uhr, ist die Lengericher Feuerwehr alarmiert worden. „Nach einer Stunde“, so Einsatzleiter Thorsten Budzinski auf Anfrage der WN, „war der Einsatz beendet.“ Bereits von Montag auf Dienstag war in der Schule ein Feuer gelegt worden, das aber zum Glück von selbst erlosch.
Am Samstag Morgen musste die Feuerwehr unter Atemschutz gegen den Brandherd vorgehen. Nach Angaben des Einsatzleiters waren 19 Kameraden in Einsatz, die mit fünf Fahrzeugen zum Gymnasium ausgerückt waren. Auf Grund der starken Rauchentwicklung sei das Gebäude nach der direkten Brandbekämpfung gründlich gelüftet worden, schildert Thorsten Budzinski den Ablauf des Einsatzes.
Über die Brandursache und die Schadenshöhe liegen keine Erkenntnisse vor. Der Feuerwehr-Einsatzleiter verweist auf die Kriminalpolizei. Die hat noch am Samstag Morgen die Ermittlungen aufgenommen. Der Biologie- und Erdkundelehrer Florian Hölzl teilte am Sonntag mit, es seien DNA-Spuren entdeckt worden.
Am Dienstag Morgen hatte der Hausmeister beim Betreten des Gebäudes Brandgeruch festgestellt. In einem Kellerraum, so stellt sich heraus, haben unbekannte Einbrecher versucht, ein Feuer zu legen. Sie haben Lampenöl über Bücher und zwei Geräte geschüttet. Zum Glück erstickt der Schwelbrand.
Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, ist gestern offen geblieben. Wahrscheinlich sind die Brandstifter auch am Samstagmorgen gewaltsam in die Schule eingedrungen.
Quelle: Westfälische Nachrichten (Michael Baar) | Sonntag, 17. Dezember 2010