Bewegende Erlebnisse in Namibia

Mit 350 Euro erfreuten Silke Jüterbock (links) und Kathrin Groppe (dritte von links) nicht nur Lore Bohm, sondern auch Kinder aus dem Kindergarten Engeltjies mit ihren Betreuerinnen.Lengerich – Namibia ist einige Flugstunden von Lengerich entfernt, doch der Name des südafrikanischen Landes ist in vieler Munde. Insbesondere die Stadt Swapokmund. Dank Lore Bohm, ehemals Lehrerin des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG), die nach ihrer Pensionierung nach Namibia ausgewandert ist. Sie legte dort die Hände nicht in den Schoß. Im Gegenteil. Sie baute in den Armenvierteln der Stadt das Kindergartenprojekt „Engeltjies“ auf. Mit sehr viel Unterstützung aus Lengerich. Jüngst weilten die beiden Schülerinnen Silke Jüterbock und Kathrin Groppe zu Besuch bei Lore Bohm. Am Silvestertag kehrten die beiden ziemlich geschafft, dafür aber mit vielen nachhaltigen Eindrücken zurück.
„Wir sind nach Swakopmund gereist, um Lore Bohm bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Was wir erlebt haben, hat uns tief bewegt“, schildern sie. Nach einem anstrengendem Flug landeten die Beiden in Windhoek. Von dort stand ihnen noch eine Busfahrt von 400 Kilometern bevor, die mit viel Hindernissen verbunden war. So dauerte es eine ganze Weile, ehe sie Lore Bohm in die Arme schließen konnten. Kathrin und Silke bezogen Quartier im „Privaten Deutschen Schülerheim“.
„In den ersten Tagen stand der Weihnachtsmarkt auf dem Programm, bei dem wir Lore Bohm tatkräftig unterstützten. Es wurden gute Umsätze gemacht“, berichten die Lengericher Schülerinnen. Natürlich wurde auch das Kindergartenprojekt „Engeltjies“ besichtigt. „Uns ist dort sehr deutlich der Kontrast zwischen arm und reich vor Augen geführt worden“, erklärt Silke Jüterbock.
„Vor Ort haben wir eine Spende in Höhe von 350 Euro überreicht. Dieses Geld wurde am Elternsprechtag des HAG gesammelt“, berichtet Kathrin Groppe. Besonderen Dank spricht sie der Klasse 6b aus, die an diesem Tag das Projektteam tatkräftig unterstützt habe. Nur dadurch sei so viel Geld zusammen gekommen, mit dem die armen Kinder nun im Engeltjies-Kindergarten unterstützt werden.
Natürlich brachte Lore Bohm den beiden auch die Geschichte und die umliegende Landschaft näher. „Wir haben festgestellt, dass rund um Swakopmund nichts als Wüste zu finden ist“, bemerkten die beiden Schülerinnen. Für sie war diese Reise ein unvergessliches Erlebnis. Darüber möchten sie demnächst einen Vortrag halten.

Quelle: Westfälische Nachrichten (Detlef Dowidat) | Sonntag, 3. Januar 2010