Holten holt wieder den Pokal

Verstanden sich auf Anhieb: Holländische und deutsche Schüler. Der Austausch funktioniert seit Jahren reibungslos.Lengerich – Der Schüleraustausch ist schon Tradition. Theresa Banning aus der Klasse 9a des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) Lengerich berichtet vom Schüleraustausch.
Sie schreibt: „Vom 6. bis zum 9. November fand der traditionelle Schüleraustausch des Hannah-Arendt-Gymnasiums und der holländischen Partnerschule der Schoolengemeenschap „De Waerdenborch“ in Holten statt. Der Austausch begann am Freitag nach der Schule und dauerte bis Montag Mittag. Wie jedes Jahr besuchten die holländischen Schüler zunächst die Schüler des Lengericher Hannah-Arendt-Gymnasiums, und im nächsten Frühjahr fahren dann die deutschen Gastgeber zum Gegenbesuch nach Holland.
Am Freitag ab 14 Uhr standen die deutschen Schülerinnen und Schüler schon gespannt auf dem Schulhof und fieberten dem Ankommen der holländischen Gäste entgegen. Nachdem gegen 15 Uhr der Bus aus Holten auf den Schulhof gerollt war und sich die Lengericher und Holtener Schüler das erste Mal „live“ begegnet waren (ein eifriger E-Mail-Verkehr hatte schon im Vorfeld stattgefunden), ging es erst einmal zur Begrüßung durch den Schulleiter, Ulrich Netkowski, in die Studiobühne. Dort übergaben die holländischen Begleiter, Beerling und Schreuders, ein riesiges Rosinenbrot als Gastgeschenk. Da die holländischen Schüler nach der langen Busfahrt hungrig waren, hatte die Cafeteria einen leckeren Apfelstrudel bereitgestellt. Während des Essens hatten alle genug Zeit, sich etwas besser kennen zu lernen.
Dann ging es zu Fuß in die Lengericher Innenstadt, wo den Gästen bei einem Rundgang einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Gempthalle, der Römer, der Wapakoneta-Platz oder das Rathaus gezeigt wurden.
Der Samstag wurde von den Lehrern organisiert. Unter der Leitung von Wolfgang Monka und Hilmar Duin ging es am Morgen mit dem Zug nach Münster. Dort wurde zuerst eine Stadtrundfahrt in einer Art Schienenbus unternommen. Dabei wurden Erläuterungen in deutscher und niederländischer Sprache gegeben. Nach der Rundfahrt wurden die Schülerinnen und Schüler für eine Stadtrallye in kleine deutsch-holländische Gruppen aufgeteilt, um Fragen rund um Münster zu beantworten. Danach hatten alle noch fast drei Stunden Zeit, um in kleinen Gruppen Münster zu erkunden, shoppen zu gehen oder etwas zu essen. Nach der Rückfahrt und dem Abendessen in den Familien fanden sich alle wieder ein, um gemeinsam eine Disco zu veranstalten, die von zwei Oberstufenschülern des HAG organisiert wurde. Beide hatten vor drei Jahren selbst am Hollandaustausch teilgenommen und sorgten nun dafür, dass den ganzen Abend getanzt und gefeiert wurde. Alle hatten sehr viel Spaß.
Der Sonntag blieb jedem zur eigenen Gestaltung frei. Doch auch dann schlossen sich fast alle Schülerinnen und Schüler wieder zusammen und fuhren entweder in die Eishalle oder ins Schwimmbad.
Am Montag fand in der Dreifachhalle ein sportlicher Wettkampf zwischen Deutschland und Holland statt. Es wurden verschiedene Spielturniere veranstaltet, an denen alle mit großen Einsatz und Spaß teilnahmen, und wie jedes Jahr holten die Holtener den Wanderpokal zu sich nach Hause. Doch wenn im Frühling der Gegenbesuch ansteht, wollen die deutschen Schüler den Pokal wieder zurück holen.
Der letzte gemeinsame Tag verging – wie das ganze Wochenende – für alle viel zu schnell. In der Pausenhalle wurden noch letzte Fotos gemacht und schon stand der Doppeldeckerbus wieder auf dem Schulhof. Alle freuen sich schon auf die Fahrt nach Holten im nächsten Jahr und können es kaum erwarten, ihre holländischen Freunde wieder zu sehen.“

Quelle: Westfälische Nachrichten | 17. November 2009