
Lengerich – Der Weg ist geebnet. Die Errichtung einer Mensa im Schulzentrum rückt in greifbare Nähe. Einstimmig empfahlen die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses dem Rat, die Umsetzung für die Errichtung beziehungsweise Herrichtung von geeigneten Räumlichkeiten für die Nutzung von Aufenthalts- und Verpflegungszwecken im Rahmen der pädagogischen Übermittagsbetreuung an den beiden Realschulen und am Gymnasium zu beschließen. Wenn das geschieht, kann schon in den Sommerferien mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Fertigstellung könnte ein Jahr später sein.
Der Bau einer gemeinsamen Mensa für das Hannah-Arendt-Gymnasium und die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule steht schon länger auf der Wunschliste. Im Rahmen des „1000-Schulen-Programms“ hat die Stadt entsprechende Anträge an die Landesregierung gestellt, die auch für eine entsprechende Einrichtung an der Bodelschwingh-Realschule gelten. Ende März ist der Zuwendungsbescheid erfolgt, wonach Mittel in Höhe von 250 000 Euro bewilligt werden. Die Gesamtkosten für beide Baumaßnahmen sind mit insgesamt rund 675 000 Euro veranschlagt. Die Differenz, also 425 000 Euro, ist von der Stadt zu tragen. Dieser Betrag ist im Haushaltsplan 2009 veranschlagt worden. Ebenfalls ausgewiesen ist die Landeszuweisung.
Hier ergeben sich laut Mitteilung der Verwaltung Schwierigkeiten. Denn die Zuwendungssumme des Landes in Höhe von 250 000 Euro werden gesplittet: 125 000 Euro in diesem Jahre und 125 000 Euro im kommenden Jahr. Dadurch wird der Lengericher Haushalt um zusätzliche 125 000 Euro belastet, die nicht gedeckt sind. Zur Finanzierung wird nun diese Summe abgezwackt von der Maßnahme Modernisierung Eingangsbereich Hallenbad, für die 400 000 Euro veranschlagt worden sind.
Im Ausschuss gab es einige Nachfragen zur Betreiberform der Mensa. Vorgesehen ist, dass der Verein „Cafeteria HAG“ die Küche weiterhin betreiben soll. Darüber hätten sowohl das Gymnasium als auch die Realschule Einigung erzielt.
Quelle: Westfälische Nachrichten (Detlef Dowidat) | Mittwoch, 27. Mai 2009