Schüler setzen sich voll ein

Schülerinnen und Schüler der 8a des Hannah-Arendt-Gymnasiums überbrachten dem Kinderhospizverein in Telgte persönlich ihre Spende.Lengerich – Während der Weihnachtszeit hatte die 8a des Hannah-Arendt-Gymnasuiums Spenden für ein Kinderhospiz gesammelt. Schon in den Vorjahren hat die Klasse immer wieder Geld gesammelt für ihre Patenklasse in Gambia (Afrika). Leider löste sich der Verein, der die Sache unterstützt, auf. So haben sich die Schüler entschieden, das Kinderhospiz in Telgte zu unterstützen.
Durch Waffelbacken, den Verkauf von Selbstgebasteltem, hausgemachter Marmelade und Keksen sowie durch Spenden haben die Schüler insgesamt 700 Euro eingenommen. Das Geld geht ungekürzt ans Kinderhospiz.
Einige, stellvertretend für die Klasse, sind jetzt nach Telgte gefahren, um das Geld persönlich zu übergeben. In Telgte gibt es bis jetzt nur die Verwaltungsstelle des Kinderhospizvereins „Königskinder“. Die Schüler wurden von der Leiterin mit Getränken in einem der Räume der Verwaltungsstelle empfangen.
Zuerst konnten sie Fragen stellen. Schließlich wollten die Schüler auch wissen, für was genau ihr Geld ausgegeben wird. Danach berichtete die Leiterin von der Hospizarbeit. Eine stationäre Einrichtung gebe es noch nicht. Ehrenamtliche Helfer machten aber Hausbesuche bei betroffenen Familien und entlasteten die Eltern. Gerade für die Geschwisterkinder sei diese Zeit besonders schwer. Sie träten oft in den Schatten der Familie, da die Eltern für ihre gesunden Kinder manchmal nicht genug Zeit hätten. Die ehrenamtlichen Helfer spielten mit und kümmerten sich um Geschwisterkinder.

Für die neue stationäre Einrichtung ist unter anderem eine Glaskuppel geplant, damit die Kinder in den Sternenhimmel gucken können.
In dem Telgter Verwaltungsgebäude treffen sich jeden Monat einmal Kinder, die einen großen Verlust erlebt haben, beispielsweise wenn ein Familienmitglied gestorben ist. Dort sind die Mädchen und Jungen nicht alleine, sondern mit Kindern zusammen, denen es genauso geht. Auf diese Weise können sie leichter mit ihrer Trauer umgehen.
Geplant ist auch der Einsatz von Tieren, etwa kleinen Mini-Hausschweinen, Eseln oder Kleintieren.

Quelle: Westfälische Nachrichten | Samstag, 14. Februar 2009