Een prettig weekend für Neuntklässler

Lengerich. „Een prettig weekend“, berichten Janine Hölscher und Hanna Teckenbrock aus den Klassen 9b und 9c vom traditionellen Schülerauschtausch des Hannah-Arendt-Gymnasiums und der Schule „De Waerdenborch“ aus Holten in den Niederlanden. Vergangenes Wochenende war es wieder so weit: 27 Schülerinnen und Schüler kamen aus dem Nachbarland nach Lengerich. Wie jedes Jahr warteten die Teilnehmer der neunten Klassen des Hannah-Arendt-Gymnasiums auf die Ankunft ihrer holländischen Gäste. Kurz vor 15 Uhr traf der Bus auf dem Nordschulhof ein, und nach dem Ausladen des Gepäcks und ersten, noch vorsichtigen Kontakten, gab es einen kleinen Imbiss in der Schule und Begrüßungsworte des Schulleiters Ulrich Netkowski. Als Höhepunkt des Empfangs und Überraschung für die Gäste sangen die deutschen Schülerinnen und Schüler einen – offenbar – bekannten holländischen Schlager, bei dem die Gastschüler sofort freudig mit einstimmten. Zu Anfang noch etwas zurückhaltend, aber dennoch neugierig auf die noch fremden Austauschpartner, ging es in die Lengericher Innenstadt. Dort gaben die Lehrer Wolfgang Monka und Robert Heitmann Informationen zu den Sehenswürdigkeiten Lengerichs, wie zum Beispiel den Römer, die Gempt-Halle und den neuen Generationenpark. Gegen 18 Uhr ging es in die Gastfamilien. Die Gastschüler bemühten sich, Deutsch zu sprechen, trotzdem fand die Kommunikation vielfach auch auf Englisch statt, da dies für alle Beteiligten eine neu erlernte Fremdsprache war. Am nächsten Morgen fuhren alle mit der Bahn nach Münster. Als erstes starteten die Besucher vom Prinzipalmarkt in gemischten Gruppen von Holländern und Deutschen zu einem Quiz mit Fragen rund um die Geschichte und besondere Gebäude der Stadt. Später ging es mit dem Bus in den Allwetterzoo. Inzwischen hatten sich alle angefreundet, so dass am Abend im Discokeller des katholischen Gemeindehauses in Lienen ein gemeinsames Treffen bei ausgelassener Stimmung stattfand. Dabei wurden die Schüler tatkräftig von zwei Studenten aus Münster, die den Austausch als Praktikanten begleiteten, unterstützt. Es gab leckeres Essen und tolle Spiele. Der Sonntag stand allen zur freien Verfügung. Viele entschieden sich, zusammen in Osnabrück Schwimmen oder Schlittschuhlaufen zu gehen. Alle hatten viel Spaß und genossen die gemeinsamen Aktivitäten. Nun war auch die letzte Schüchternheit überwunden, die ersten Freundschaften wurden geschlossen und Adressen ausgetauscht. Dann war das Wochenende schon vorbei. Der Tag des Abschieds war gekommen. Mit gemischten Gefühlen gingen alle zur Schule. Dort fand ein Sportwettkampf zwischen Deutschland und den Niederlanden statt. Der Wanderpokal, der jedes Jahr verliehen wird, ging – natürlich – an die holländischen Gäste. Nach der Preisverleihung gab es noch ein kleines Mittagessen, und letzte Erinnerungsfotos wurden geschossen. Der Bus fuhr auf den Schulhof und mit dem einsetzenden Regen kam trübe Abschiedsstimmung auf. Ein schönes, aber leider sehr kurzes Wochenende ging zu Ende. Doch auch die Traurigkeit darüber konnte die Vorfreude auf das Wiedersehen im Frühjahr in Holten nicht trüben. Bis dahin wird es sicherlich fleißigen Mailkontakte geben. Quelle: Westfälische Nachrichten | Donnerstag, 13. November 2008