Bestleistung verfehlt, aber zufrieden

Carina und Yannick Schöckel bei der DM
-ast- Lienen / Lengerich. Das ganz große Ziel haben sie verpasst, dennoch kehrten Carina und Yannick Schöckel am späten Sonntagabend zufrieden von den Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften in Sindelfingen zurück. Die beiden Leichtathleten des TV Lengerich vertraten jeweils im Weitsprung die TVL-Farben mehr als gut, wenn auch beide ihre persönlichen Bestweiten verfehlten. Mit 5,69 Meter sprang Carina als jüngste Teilnehmerin im 23-er Feld auf den 14. Rang. Deutsche Meisterin wurde Cindy Roleder aus Chemnitz mit 6,17 Metern. Yannick Schöckel brachte es mit 6,86 auf Rang zehn. Hier holte sich Philipp Bahr vom Schweriner SC mit 7,36 m den Titel.
Dass Carina und Yannick ihre eigenen Bestleistungen verfehlten, lag zum Teil auch an der Nervosität. Schließlich waren es für beide die ersten Deutschen Meisterschaften. Carina kann zwar auf DM-Erfahrung verweisen, nahm sie doch schon zwei Mal an den Freiluft-Titelkämpfen im Blockwettkampf Sprint/Sprung teil, aber eben noch nicht als Starterin einer Einzel-Disziplin. Zudem befindet sich die 15-Jährige in ihrem ersten B-Jugend-Jahr. Dennoch lehrte sie in Sindelfingen der A-Jugend-Konkurrenz das Fürchten. Yannick ist noch nie zuvor bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start gegangen.
„Es war schon interessant und ungewohnt“, erzählt Carina. So wurden alle Athleten 30 Minuten vor dem Wettkampf in den sogenannten „call-room“ gerufen, wo der Ablauf besprochen wurde, ehe die Gruppe gemeinsam in die Halle geleitet wurde. Fortan waren die Sportler auf sich allein gestellt, Kontakte zum Trainer kaum noch möglich.
Auch wenn Carinas Bestleistung bei 5,88 Metern liegt, war sie mit den in Sindelfingen erzielten 5,69 m und Rang 14 zufrieden, schließlich war die Lienener die jüngste im gesamten 23 Springerinnen umfassenden Feld. „Für mich ging es nur um das Dabeisein. Dass ich keine Siegchancen haben würde, war klar. Wichtig war einfach, Erfahrungen zu sammeln. Das hat geklappt. Ich bin sehr zufrieden“, sagt die 15-Jährige, die gerade erst von einer Muskelverletzung genesen ist, die sie fast drei Wochen außer Gefecht gesetzt hat. Umso beeindruckender ist ihre bei den Deutschen Meisterschaften gezeigte Leistung.
In seinem letzten A-Jugend-Jahr hatte sich auch Yannick Schöckel mit der DM-Teilnahme einen Traum erfüllt. Der 18-Jährige zeigte sich zwar nicht unzufrieden, weiß aber, dass er weiterspringen kann als die in Sindelfingen gezeigten 6,86 Meter und dem damit errungenen zehnten Rang. Das Finale der besten Acht verpasste er nur um neun Zentimeter. Mit seiner Bestleistung von 7,04 Metern hätte es am Wochenende gar zum vierten Platz gereicht. Letztlich aber überwogen auch bei Yannick die positiven Eindrücke seiner ersten Deutschen Meisterschaft.
Für die beiden Schöckel-Geschwister ist die Hallensaison damit beendet. Nun heißt es, Vorbereitung auf die Freiluftsaison, die im April beginnt.


Ein Satz auf 6,86 Meter brachte Yannick Schöckel bei seiner ersten DM-Teilnahme den zehnten Rang ein


Wurde mit 5,69 m 14. in Sindelfingen: die 15-jährige Carina Schöckel.
Foto: Görlitz

Quelle: Westfälische Nachrichten
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